Schapendoes von Charlotta´s Wiek
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Willkommen

Über uns:

Wir, das heißt meine beiden Söhne (11 Jahre und 14 Jahre) und ich, leben mit unseren beiden Schapendoezen Charlie (Silniki´s Ashton Archie) und Lotta (Movie Star de Hijo von Adam´s Zotteln) in der Nähe der Ostsee an der Eckernförder Bucht (Schleswig-Holstein). Damit erklärt sich auch schnell unser Zuchtstättenname: Charlie+ Lotta -> CHARLOTTA, Meeresbucht auf plattdeutsch -> WIEK. ......... "VON CHARLOTTA`S WIEK".

Mit in unserem Haushalt leben noch 2 Kaninchen und 2 Meerschweinchen, an denen wir zunächst unsere Tierliebe auszuleben versuchten. Doch nach und nach kam immer mehr der Wunsch nach einem echten Wegbegleiter auf. Also machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Hunderasse. Da dies unser erster Hund werden sollte, wurden unzählige Bücher gewälzt, das Internet durchstöbert und wildfremde Hundebesitzer auf der Straße angesprochen.

Nach einigem Abwägen und wieder Verwerfen stießen wir schließlich auf den, für uns bislang völlig unbekannten, "Schapendoes". Dieser schien all unsere teilweise doch recht anspruchsvollen Vorstellungen von einem Wunschhund erfüllen zu können, die da waren:

  • Einem freundlichen und lebhaften Hund,
  • nicht zu groß, nicht zu klein,
  • robust und ohne zahlreiche angeborene Krankheitsrisiken, 
  • ohne ausufernden Pflegeaufwand,
  • ohne ausgeprägten Jagdtrieb,  
  • pfiffig und aktiv, so dass man mit ihm auch Hundesport betreiben kann usw. 

Neugierig auf einen Schapendoes "in natura" fanden wir eine Zucht in Dänemark, die gerade einen Wurf hatte und fuhren los.... um uns Hals über Kopf in die Rasse und unseren Charlie zu verlieben. 

Ein paar Wochen später zog dieses süße, schwarze, kleine, pinkelnde Fellbüschel dann bei uns ein und hat gewaltig unser Leben auf den Kopf gestellt:

  • Wunderschöne Spaziergänge durch Feld, Wald und am Strand sind nun an der Tagesordnung, Hundeschule, später Agility, nette Kontakte zu netten Hundebesitzern ...... und die vielen Glücksmomente, die ein eifrig, treuer Hundeblick (JA, auch ein Schapendoes hat Augen) oder ein über die Felder flitzender "flying Flokati" auslöst. Besonders begeistert bin ich u.a. von seiner Menschenbezogenheit, Freundlichkeit und Lernfreude. Seine "Hier bin ich, was soll ich tun?!"-Einstellung hat ihm in der Hundeschule schnell den nett gemeinten Ruf eines Strebers eingebracht...
  • ... aber auch schweißtreibende Momente wie einen hackenbeißenden Welpen, geplünderte Weihnachtskeks-Päckchen, völlig unentspannte Spaziergänge durch die Stadt (der Hund sollte sich ja schließlich nicht das Ziehen an der Leine angewöhnen, also auch hier konsequent sein!), von Charlie konsequent ausgeräumte gelbe Säcke, Spaziergänge, egal ob man Lust dazu hat und wie schlecht das Wetter auch sei, eine sehr mühsame "Hund muss lernen, auch einmal alleine zu bleiben"-Lernphase, Üben, Üben, Üben.... und, und, und...

Natürlich hatten wir noch viel zu lernen und Charlie musste so manchen Anfängerfehler ausbügeln, doch frei nach dem Motto: "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt" haben wir ausdauernd aneinander und miteinander gearbeitet... und Charlie entwickelte sich einfach nur zu unserem Traumhund und wir hoffentlich zu seiner Traumfamilie!

Bald schon restlos vom Hundevirus infiziert dachten wir über einen Zweithund nach. Es sollte selbstverständlich wieder ein Schapendoes werden und diesmal eine Hündin - um dem Männerüberschuss in unserem Haushalt entgegen zu wirken.

 

So stieß nach knapp zwei Jahren Lotta zu uns... ein Wirbelwind, frech, unglaublich schnell und noch lernbegieriger als Charlie. Dieser fand Lotta nach anfänglicher Euphorie zunächst einmal ziemlich lästig. Einige Wochen mussten wir seinen leidenden und vorwurfsvollen "Wann verschwindet DAS DA endlich wieder?!"-Blick ertragen. Doch inzwischen sind sie ein eingespieltes Team und es macht einfach unglaublich Spaß, ihnen beim ausgelassenen Toben zuzuschauen. Natürlich gibt es auch in einem Mehrhunde-Haushalt wieder viele neue Herausforderungen, denen wir uns täglich tapfer stellen.

Bei so viel Begeisterung für die Rasse blieb der nächste Schritt nicht aus....... einmal einen Wurf!!! Obwohl die Versuchung nahe lag, der Natur einfach ihren Lauf zu lassen, habe ich mich für den offiziellen Weg entschieden. Und so fanden wir uns bald auf diversen Ausstellungen, bei Tierärzten oder Seminaren wieder um die notwendigen Voraussetzungen für die Zuchtzulassung zu sammeln. Nun konnte das Abenteuer Zucht also beginnen.

Inzwischen haben wir mit viel Freude unseren A-Wurf aufziehen dürfen und verfolgen mit Spannung, wie sich die Kleinen in Ihren neuen Familien weiter entwickeln.

 

 

 

 

Sie überlegen, ob ein Schapendoes eventuell der richtige Hund für Sie wäre?!?

Bei all unserer Begeisterung für diese tolle Rasse ist es mir wichtig, gleich zu Anfang ein paar kritische Anmerkungen zu machen.

Noch ist der Schapendoes kein Modehund und allgemein eher unbekannt. Doch taucht er inzwischen auch in einigen Rassehundlexika auf und wird dort als nicht jagender, zu allem und jedem freundlicher Anfänger- und Familienhund mit mittlerem Bewegungsdrang und Beschäftigungsaufwand angepriesen. Diese Beschreibung verführt jedoch dazu, den Schapendoes als unkomplizierten "Selbstgänger" zu sehen. ABER: Kein Schapendoes ist von Geburt an gut erzogen, bestens sozializiert und ohne großen Aufwand zu führen! Wer sich von dem kuscheligen, süßen Aussehen der Hunde blenden lässt und glaubt, ein Schapendoes brauche lediglich eine große Portion Liebe, ein gemütliches Heim mit Garten, einen zuverlässig gefüllten Napf und zwei Spaziergänge pro Tag um den Block (womöglich zum größten Teil an der Leine) wird dieser Rasse sicher nicht gerecht werden und sollte sich nach einer anderen umschauen.

Schapendoezen sind Hütehunde, also Arbeitshunde und somit wohl eine der intelligentesten Hunderassen weltweit. Sie brauchen daher körperliche und geistige Auslastung um glücklich und ausgeglichen zu sein. Unter geistiger Auslastung ist jegliche Tätigkeit zu verstehen, die den Hund zum Mitdenken, zur Konzentration und zur Zusammenarbeit mit seinem Menschen auffordert. Einfach nur Gassi-Gehen und ausschließlich stumpf einem Ball hinterjagen reichen daher nicht aus (mehr zur Beschäftigung unter DER SCHAPENDOES).

Die wenigsten Schapendoezen werden heutzutage noch an der Schafherde und am weit abgelegenen Hof gehalten. Stattdessen werden sie als Familien- und Begleithunde in eine, für den Hund mitunter chaotische, Menschenwelt integriert. Jeder Hund braucht daher eine ruhige, souveräne Führung und klare Regeln, in denen er sich aufgehoben fühlt und sicher bewegen kann. Dafür ist es unerlässlich, den Hund als Hund wahrzunehmen, sich in ihn hineinzuversetzen und seine Bedürfnisse, sein Verhalten, seine Gesten "lesen" und verstehen zu lernen. Gleichzeitig sollte der Mensch sich selber seinem Hund gegenüber so verständlich machen, dass dieser ihn jederzeit richtig verstehen und respektieren kann. 

Bei mangelnder Auslastung und fehlender oder falscher Anleitung kann sich dieser außergewöhnliche und zum selbständigen Denken gezüchtete Hund schnell eigene Aufgaben suchen, sich unerwünschtes Verhalten aneignen und so zu einer Belastung werden. Ich will hier keine Ängste schüren oder gar die Rasse schlecht reden!!! Denn dies gilt mehr oder weniger auch für den Mops, den Staffordshire Bull Terrier, den Jagdhund, den Labrador, einen bunten Mischling und, und, und.... Jeder Hund kann, nicht artgerecht gehalten, unausgelastet oder überfordert, zu einem Kläffer und auch Beißer (meist aus Unsicherheit) oder einfach nur völlig unerzogenen und keineswegs an seinen Menschen orientierten "Problemfall" werden, der über Tische und Bänke geht und ihnen jeden Tag auf Hundeart den Mittelfinger zeigt. Dies können wir allwöchentlich - bequem in unseren häuslichen Sesseln schadenfroh vor uns hingrinsend - bei "Martin Rütter " sehen! Doch wie weiß Herr Rütter so richtig zu bemerken: "Die Fehler unserer Hunde sind meist bei uns Menschen zu finden!"

Daher ist es mir sehr wichtig, die Rasse nicht nur schön zu reden und somit falsche Erwartungen zu wecken! Sicher gibt es auch ruhigere, anspruchslosere und unkomplizierte Vertreter dieser Rasse! Doch mit dem Schapendoes haben sie sich ja eigentlich, hoffentlich bewusst, für eine lebhafte, aktive und intelligente Rasse entschieden, der sie gerecht werden sollten. Gerade die ersten zwei Lebensjahre sind daher, je nach individuellem Charakter des Hundes, recht anstrengend und erfordern eine für den Hund freundliche, einfühlsame, zeitintensive und konsequente Erziehungsarbeit sowie ihre artgerechte Auslastung. Genauso wichtig ist es jedoch auch, ihrem Schapendoes bereits im Welpenalter Ruhephasen aufzuzeigen, in denen er entspannen und sich ausruhen sollte. Er kann sich sonst unter Umständen zu einem nervösen Nervenbündel entwickeln und 24 Stunden am Tag ihre Aufmerksamkeit und ihr Amusement einfordern. Schaffen sie es, dieses Gleichgewicht herzustellen, ist ein Schapendoes im Haus wirklich ruhig und unauffällig und integriert sich wunderbar in Ihr Familienleben!

Außerdem kostet ein Schapendoes, wie jeder Hund mehr oder weniger, nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld. Und er bringt Dreck ins Haus sowie in der Junghund-Phase sehr viel Fellpflege mit sich. Ein Schapendoes bindet sich stark an seine Menschen und bleibt meist ungerne alleine. Dies darf daher nicht überstrapaziert und muss langsam geübt werden.

Auch ist es nicht immer einfach, Kinder und Hund unter Dach und Fach zu bringen. Schapendoezen können wunderbar mit Kindern harmonieren, sind sie doch allgemein, bei richtiger Sozialisierung und ohne negative Erfahrungen behaftet, sehr menschen- und kinderfreundlich! Und für Kinder ist es überaus wertvoll, gemeinsam mit einem Hund aufzuwachsen und altersgerechte Verantwortung für das Tier zu übernehmen. Aber gerade jüngere Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen von einem Leben mit Hund, die so manchmal in der Realität nicht umzusetzen sind. Sie müssen lernen, im Umgang mit dem Hund gewisse Regeln zu akzeptieren und einzuhalten. Das große Versprechen, sich ganz viel um den Hund zu kümmern, wird meistens schnell vergessen... mal ganz davon abgesehen, dass bis zu einem bestimmten Alter Kinder nicht fest in die notwendige Erziehungs- und Betreuungsarbeit eines Welpen eingeplant werden sollten! In der Regel sehen Hunde Kinder als rangniedere Rudelmitglieder an, was durchaus zu Schwierigkeiten führen kann. So betrachtet der Hund das Kind eher als Spielkamerad (oftmals in einem ungestümen Umgangston) oder er versucht das Kind zu beschützen, nach Hundeart zu erziehen oder zu hüten. Eltern von jungen Kindern und auch Jugendlichen sollten sich also im Klaren sein, dass sie sowohl für die Erziehung des Hundes als auch für die Erziehung ihrer Kinder zu einem respektvollen Umgang miteinander zuständig und verantwortlich sind. Spaziergänge sollten bis auf Ausnahmen gemeinsam mit einem Erwachsenen stattfinden. Junge Kinder sollten nie unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine gelassen werden.

Zugegeben, die Anlagen zu einem treuen Begleiter, aktiven Freizeitpartner und Familienhund sind beim Schapendoes tatsächlich gegeben! Hierbei kommt Ihnen die meist leichte Motivierbarkeit und Pfiffigkeit der Rasse sowie die grundsätzliche Freundlichkeit und Bindungsbereitschaft an seinen Menschen zu Gute. Und ein Schapendoes ist leichter auszulasten als z.B. ein Border Collie und nimmt es nicht übel, wenn auch einmal ein Tag ruhiger verläuft.

Dass dies auch von "Anfängern" zu meistern ist, haben wir selber bewiesen! Doch bin ich nicht umhingekommen, mich intensiv mit dem Thema "Hund" (Bedürfnisse, Verhalten, Erziehung) auseinander zu setzen. Große Unterstützung habe ich dabei durch meine fabelhafte Hundeschule erhalten. Vieles habe ich mir angelesen. Oder ich habe einfach versucht, aufmerksam mein Verhalten und das meiner Hunde zu reflektieren. Auf jeden Fall sind meine Hunde zu einem erfüllenden Hobby geworden und ich lerne immer noch täglich zusammen mit ihnen dazu!

Langer Rede kurzer Sinn: Überlegen Sie es sich also gut, ob Sie den Ansprüchen eines Hundes allgemein und speziell eines Schapendoes gerecht werden können und wollen (siehe auch unter ZUCHT)!!! Sind sie dazu bereit und schaffen es mit Ihrem Engagement möglichst von Welpenzeit an ein positives MENSCH-HUND-TEAM, zu schaffen, so werden Sie Ihre Entscheidung für einen Schapendoes nie bereuen und sich anstandslos der langen Lobeshymne über diese Rasse anschließen wollen!

 

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